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VBT, APRE, RPE oder Prozent-Training: Welche Methode baut am schnellsten Kraft auf?

Updated: 4. August 2026
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Jahrzehntelang basierten Krafttrainingspläne auf einer simplen Formel: einen Prozentsatz des Einer-Wiederholungsmaximums (%1RM) wählen, ihn fest ins Trainingsprogramm schreiben und Woche für Woche wiederholen — unabhängig davon, wie fit man sich an einem bestimmten Tag tatsächlich fühlt. Doch eine wachsende Zahl an Studien deutet darauf hin, dass es die maximale Kraft schneller steigern könnte, wenn man die tagesaktuelle Leistungsfähigkeit über die Trainingslast entscheiden lässt — ein Konzept namens Autoregulation — statt eines starren Prozent-Programms. Eine systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metaanalyse aus dem Jahr 2025 (PubMed ID 40791980) hat vier populäre Methoden direkt gegeneinander verglichen, um herauszufinden, welche am effektivsten ist.

Was ist Autoregulation?

Autoregulation bedeutet, Trainingslast oder -umfang direkt während des Trainings anzupassen, basierend auf der tatsächlichen Tagesform, statt einem vorab festgelegten Prozentsatz des Maximums zu folgen. Mehrere Methoden haben sich etabliert, um dies systematisch umzusetzen:

Was sagt die Studienlage?

Die Netzwerk-Metaanalyse von 2025 fasste Studien zusammen, die diese vier Methoden hinsichtlich der 1RM-Steigerung bei der Kniebeuge verglichen, und rangierte sie mittels SUCRA-Score (Surface Under the Cumulative Ranking curve) — einem statistischen Maß dafür, wie wahrscheinlich eine Methode die wirksamste ist. Die Ergebnisse waren bemerkenswert:

Kurz gesagt: Autoregulierte Ansätze insgesamt — insbesondere APRE — übertrafen das klassische Modell mit festem Prozentsatz. VBT schlug weiterhin das Prozent-basierte Training, auch wenn es hier hinter APRE und RPE rangierte. Eine kritische Bewertung aus dem Jahr 2026 (PMC12915968) untersuchte 17 VBT-Übersichtsarbeiten aus 10 Ländern mit über 8.200 Teilnehmenden und bestätigte, dass es sich um ein rasant wachsendes Forschungsfeld handelt — allerdings wird weiterhin diskutiert, welcher Geschwindigkeitsverlust-Schwellenwert optimal ist und wie stark er individualisiert werden sollte, da eine Studie aus 2025 zeigte, dass derselbe Schwellenwert bei verschiedenen Personen ein sehr unterschiedliches wahrgenommenes Anstrengungsniveau (RPE) auslösen kann.

Praktische Anwendung

Dieser Artikel dient ausschließlich allgemeinen Bildungszwecken und stellt keine medizinische oder professionelle Trainingsberatung dar. Konsultieren Sie einen qualifizierten Krafttrainer oder Arzt, bevor Sie Ihr Trainingsprogramm ändern, insbesondere bei Verletzungsvorgeschichte.

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Quelle: PubMed 40791980 — Autoregulated Resistance Training: Systematic Review & Network Meta-Analysis (2025)