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Akklimatisierung an Hitze für Ausdauersportler: Wie viele Tage braucht man wirklich?

Updated: 31. Juli 2026
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Das Training unter heißen Bedingungen — oder die Vorbereitung auf ein Rennen in der Hitze — belastet das Herz-Kreislauf-System zusätzlich und erhöht das Risiko einer belastungsbedingten Hitzekrankheit. Hitzeakklimatisierung ist der Prozess, durch den sich der Körper an wiederholte Hitzeeinwirkung anpasst, und ein wachsender Bestand sportphysiologischer Forschung zeigt, dass sie eine der wirksamsten, evidenzbasierten Strategien ist, die Ausdauersportler zum Schutz der Gesundheit und zur Erhaltung der Leistung in der Hitze einsetzen können.

Wie viele Tage Hitzeeinwirkung sind nötig?

Die klassische Hitzeakklimatisierungsforschung legt nahe, dass eine bedeutsame physiologische Anpassung innerhalb der ersten Tage der Exposition beginnt und sich über etwa ein bis zwei Wochen weiter aufbaut. Eine Übersichtsarbeit von 2018 in Frontiers in Physiology fand, dass bereits 6–7 Hitzeeinwirkungen messbare physiologische und leistungsbezogene Vorteile erzielen können, obwohl die meisten strukturierten Protokolle 8–14 aufeinanderfolgende Expositions-Tage mit mindestens 30 Minuten pro Sitzung verwenden, um eine vollständigere Anpassung zu erreichen.

Wichtige physiologische Anpassungen

Plasmavolumen-Expansion

Eine der frühesten und konstantesten Anpassungen ist eine Ausweitung des Blutplasmavolumens — berichtet wurden Zunahmen von etwa 10–11 % nach Hitzekammer-, Sauna- und Heißwasser-Immersion-Protokollen. Ein größeres Plasmavolumen verbessert das Schlagvolumen und hilft, das Herzzeitvolumen aufrechtzuerhalten, während die kardiovaskuläre Belastung beim Training in der Hitze sinkt.

Reduzierte Herzfrequenz und Kerntemperatur

Mit zunehmendem Plasmavolumen und besserer Schwitzeffizienz sinken sowohl Ruhe- als auch Belastungsherzfrequenz tendenziell, während die Ruhe-Kerntemperatur um etwa ein Viertel Grad Celsius abnehmen kann, mit weiteren Reduktionen unter Belastung. Zusammen senken diese Veränderungen die physiologische Belastung und verringern das Risiko einer belastungsbedingten Hitzekrankheit beim Training oder Rennen bei heißem Wetter.

Praktische Protokolle: aktive vs. Sauna-basierte (passive) Akklimatisierung

Aktive Hitzeakklimatisierung bedeutet, direkt in heißen Umgebungen zu trainieren (typischerweise 30–40 °C), etwa in einer Hitzekammer, im Freien bei Hitze oder in einem schlecht belüfteten Innenraum mit zusätzlichen Kleidungsschichten. Dieser Ansatz treibt die Anpassung zuverlässig voran, kann aber für Sportler in gemäßigten oder kühlen Klimazonen logistisch schwierig sein.

Passive (Sauna-basierte) Hitzeakklimatisierung nutzt Saunagänge nach dem Training oder Heißwasser-Immersion statt oder zusätzlich zum Training in der Hitze. Die Forschung zeigt, dass die Kombination einer normalen Trainingseinheit unter kühlen Bedingungen mit einer anschließenden Sauna- oder Heißwasser-Immersion eine praktische und effektive Alternative zur vollständigen aktiven Akklimatisierung ist und sie auch Sportlern ohne Hitzekammer zugänglich macht.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Aufklärung und ersetzt keine individuelle medizinische oder Trainingsberatung; Sportler mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Hitzekrankheit in der Vorgeschichte sollten vor Beginn eines Hitzeakklimatisierungsprogramms eine Ärztin/einen Arzt konsultieren.

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Quelle: Heathcote et al., „Passive Heating: Reviewing Practical Heat Acclimation Strategies for Endurance Athletes", Frontiers in Physiology (2018).

Quelle: Heathcote et al., Frontiers in Physiology (2018)