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Hoch Wohnen, Tief Trainieren: Was Höhentraining Für Ausdauerathleten Wirklich Bringt

Updated: 6. August 2026
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Höhentrainingsblöcke — Zeiträume, in denen der Körper in reduziertem Sauerstoffangebot lebt, trainiert oder sich diesem zeitweise aussetzt — sind fester Bestandteil der Vorbereitung von Elite-Ausdauer- und Mannschaftssportlern geworden. Die am besten untersuchte Variante, "Live High, Train Low" (LHTL), sieht vor, dass Athleten in der Höhe schlafen und sich erholen, während die eigentlichen Trainingseinheiten näher an Meereshöhe stattfinden. Die zugrunde liegende Physiologie ist gut charakterisiert, auch wenn die tatsächlichen Effektgrößen in der Praxis variieren.

Der Mechanismus: Mehr Sauerstofftransportkapazität

Das Hauptziel von LHTL ist eine Erhöhung der gesamten Hämoglobinmasse, was den arteriellen Sauerstoffgehalt des Blutes erhöht und die Sauerstoffversorgung der arbeitenden Muskulatur verbessert. Training auf oder nahe Meereshöhe bei gleichzeitigem Höhenaufenthalt erlaubt es Athleten, normale Trainingsintensität und -qualität beizubehalten — etwas, das deutlich schwieriger ist, wenn jede Einheit in der Höhe stattfindet, wo das reduzierte Sauerstoffangebot langsamere Tempi und geringere Leistungen erzwingt.

Verbessert Es Wirklich Die Leistung?

Die Studienlage wird als uneinheitlich beschrieben: LHTL kann gegenüber einem gleichwertigen Trainingslager auf niedriger Höhe einen Vorteil für Ausdauerathleten bieten, doch nicht jede Studie findet einen signifikanten Nutzen, und die individuelle Reaktion variiert erheblich. Dennoch wurden in den vergangenen fünf Jahren mehr als ein Dutzend umfassende Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zu Höhentrainingsstrategien veröffentlicht, und aktuelle Arbeiten zeigen, dass selbst Elite-Radsportler während der Wettkampfsaison durch Höhenaufenthalte kleine Zuwächse an Hämoglobinmasse erzielen können.

Die Gewinne Nach der Rückkehr Erhalten

Ein praktisches Problem von Höhentrainingslagern ist, dass die hämatologischen Vorteile nach der Rückkehr auf Meereshöhe wieder verblassen. Aktuelle Forschung weist auf eine Lösung hin: Hitzetraining-Einheiten — etwa drei pro Woche über rund 3,5 Wochen — scheinen eine wirksame Strategie zu sein, um die in der Höhe gewonnene erhöhte Hämoglobinmasse zu erhalten, wahrscheinlich durch überlappende Anpassungen im Plasmavolumen und in der Blutzusammensetzung.

Praktische Empfehlungen

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Dieser Artikel fasst allgemeine sportwissenschaftliche Erkenntnisse für Wettkampf-Ausdauerathleten zusammen und ist kein individueller medizinischer Rat. Höhen- und Hitzeexposition bedeuten echten physiologischen Stress — konsultieren Sie einen Sportarzt oder Sportphysiologen, bevor Sie ein Trainingslager planen.

Quelle: Journal of Physiology / NSCA Coach Resource