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Kohlenhydratzufuhr nach dem Training: So stellst du Muskelglykogen wirklich wieder her

Updated: 31. Juli 2026
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Wer mehr als einmal am Tag hart trainiert oder an aufeinanderfolgenden Tagen Wettkämpfe bestreitet, stellt sich irgendwann dieselbe Frage: Wie fülle ich das Muskelglykogen schnell genug wieder auf, um erneut leistungsfähig zu sein? Ein narrativer Review von 2025 in Sports Medicine, zusammen mit dem Positionspapier der International Society of Sports Nutrition (ISSN) zum Nährstoff-Timing, legt dar, was die Evidenz tatsächlich stützt — und das ist nachsichtiger als der alte Rat „iss innerhalb von 30 Minuten oder du verlierst die Fortschritte".

Timing: Das Fenster zählt vor allem bei kurzer Erholungszeit

Die Glykogen-Resynthese läuft in der ersten Stunde oder den ersten zwei Stunden nach dem Training am schnellsten ab und verlangsamt sich danach auf ein stetigeres Tempo. Laut ISSN-Positionspapier gilt: Wenn eine schnelle Glykogenwiederherstellung erforderlich ist (weniger als 4 Stunden Erholungszeit), sollte eine aggressive Kohlenhydratzufuhr von 1,2 g/kg/h in Betracht gezogen werden, bevorzugt aus Quellen mit hohem glykämischen Index (über 70). Steht die nächste Einheit oder der nächste Wettkampf einen Tag oder später an, verliert das Timing weitgehend an Dringlichkeit — die gesamte tägliche Kohlenhydratzufuhr zählt mehr als der genaue Zeitpunkt. Bemerkenswert: Einige neuere, im Review zitierte Studiendaten fanden, dass eine Verzögerung der Kohlenhydratzufuhr um einige Stunden die Glykogen-Resynthese oder die molekularen Erholungssignale nicht wesentlich beeinträchtigte, wenn die tägliche Gesamtzufuhr ausreichend war.

Menge: Wie viele Kohlenhydrate und wie oft

Hilft Protein — und wann

Protein zu einer rein kohlenhydratbasierten Erholungsmahlzeit hinzuzufügen, beschleunigt die Glykogen-Resynthese nicht, wenn die Kohlenhydratzufuhr bereits bei der optimalen Rate von 1,0–1,2 g/kg/h liegt. Sinnvoll wird es jedoch als Absicherungsstrategie: Wenn die Kohlenhydratzufuhr suboptimal ist (etwa 0,8 g/kg/h oder weniger), kann die gleichzeitige Aufnahme von etwa 0,3–0,4 g/kg/h Protein helfen, die Lücke zu schließen und die Glykogen-Resynthese zu unterstützen, während zugleich die Muskelreparatur gefördert wird. Das ist im Alltag wichtig — ein voller Turniertag, Reisen oder schlicht fehlender Appetit auf eine große Kohlenhydratmenge —, wenn das obere Kohlenhydratziel nicht immer erreichbar ist.

Praktische Erkenntnisse

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Quelle: Sports Medicine (Springer) — Naderi A, et al., Narrative Review, 2025; ISSN Position Stand: Nutrient Timing