← Verwandte Artikel Kohlenhydrat-Periodisierung: Was eine neue Studie zu „Train Low, Compete High" zeigt

Kohlenhydrat-Periodisierung: Was eine neue Studie zu „Train Low, Compete High" zeigt

Updated: 4. August 2026
🔊 Artikel anhören

Die Strategie „Train Low, Compete High" — Training mit reduzierten Glykogenspeichern und anschließendes Auffüllen der Kohlenhydratreserven für den Wettkampf — gehört zu den meistdiskutierten Themen der Sporternährung im Ausdauersport. Eine Studie der Universität Wien, veröffentlicht am 15. Januar 2026 in Frontiers in Nutrition, liefert neue Daten zu den tatsächlichen Effekten.

Das Studiendesign

24 freizeitsportlich aktive Läufer (durchschnittliche VO2peak: 51 ± 8 mL/kg/min) absolvierten 8 Wochen identisches Ausdauertraining, aufgeteilt in drei Ernährungsgruppen:

Was die Ergebnisse zeigen

Was das praktisch bedeutet

Die Autoren schlussfolgern, dass die Kohlenhydrat-Periodisierung vor allem Stoffwechselreaktionen und Körperzusammensetzung beeinflusst — weniger die im Labor gemessene Leistung. Die verbesserte Laufökonomie in der periodisierten Gruppe ist bemerkenswert, doch die Studie ist mit 7 bis 9 Teilnehmern pro Gruppe klein und untersuchte Freizeitsportler, keine Elite-Athleten. Die Autoren fordern größere Studien mit realitätsnahen Leistungskriterien, bevor endgültige Trainingsempfehlungen abgeleitet werden können.

In der Praxis bestätigt dies den bereits von Fachgesellschaften empfohlenen Ansatz mit gesundem Menschenverstand: Trainingseinheiten mit geringer Kohlenhydratverfügbarkeit gezielt auf einzelne Sessions beschränken (nicht auf die gesamte Vorbereitung anwenden) und rund um Schlüsseleinheiten sowie den Wettkampf eine hohe Kohlenhydratzufuhr priorisieren.

Dieser Beitrag fasst allgemeine wissenschaftliche Erkenntnisse zusammen und ersetzt keine persönliche medizinische oder ernährungsbezogene Beratung. Wenden Sie sich an eine Ärztin/einen Arzt oder eine Sporternährungsfachkraft, bevor Sie Ihre Ernährung oder Ihren Trainingsplan ändern.

Nützliche Produkte

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Quelle: Frontiers in Nutrition