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Menstruationszyklus und Trainingsperiodisierung: Was eine neue Studie von 2026 sagt

Updated: 31. Juli 2026
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Die Idee des „Cycle Syncing" — den Trainingsplan an die Phasen des Menstruationszyklus anzupassen, um die Leistung zu optimieren — hat sich in den letzten Jahren in den sozialen Medien verbreitet. Doch eine neue Studie, veröffentlicht am 23.5.2026 in der Zeitschrift Sports Medicine (Forschungsgruppe der Australian Catholic University, Brisbane), liefert nun die bislang detailliertesten empirischen Daten zu dieser Frage — und die Ergebnisse entsprechen nicht ganz dem, was Zyklus-Tracking-Apps bewerben.

Was die Studie tat

Die Forschungsgruppe begleitete 28 Frauen mit Krafttrainingserfahrung (Durchschnittsalter 27,1 ± 5,2 Jahre) über zwei 8-wöchige Mesozyklen unter direkter Aufsicht, mit Bench Press und Deadlift als Hauptübungen. Der Menstruationszyklus jeder Person wurde mit drei kombinierten Methoden bestimmt: Kalenderzählung, Urin-Ovulationstests und retrospektive Quantifizierung von Estradiol/Progesteron im Serum — ein deutlich strengerer Ansatz als in den meisten früheren Studien auf diesem Gebiet.

Kernergebnis: Unterschiede sehr klein, anders als erwartet

Bei der Bewegungsdynamik (Kinematik) während des Trainings stellte die Gruppe fest: „Die Unterschiede zwischen der beobachteten und der erwarteten mittleren Spitzengeschwindigkeit waren beim Bench Press in Phase 1 und 5 und beim Deadlift in Phase 1 und 6 statistisch signifikant, mit Abweichungen von etwa 0,01–0,02 m/s zwischen den Zyklusphasen." Das ist statistisch nachweisbar, aber praktisch nahezu bedeutungslos für durchschnittliche Trainierende.

Bemerkenswerter sind die psychologischen Faktoren: Die Trainingsmotivation war ein starker, statistisch signifikanter Leistungsprädiktor (β = 0,0004, p = 0,021), während die von vielen Athletinnen selbst eingeschätzte „Bereitschaft zu trainieren" die tatsächliche Leistung NICHT vorhersagte. Das Schmerzempfinden zeigte einen uneinheitlichen Zusammenhang je nach Übung — positiv mit der Bench-Press-Leistung korreliert, aber anders beim Deadlift.

Das Fazit der Autoren: Die Menstruationszyklusphase scheint nur minimalen Einfluss auf die Krafttrainingsleistung zu haben, was die Ansicht stützt, dass starre „Cycle-Syncing"-Vorschriften für die meisten Kraftsportlerinnen unnötig sind.

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Quelle: Sports Medicine (Springer) — Munteanu et al., 2026. https://link.springer.com/article/10.1007/s40279-026-02459-8

Quelle: Sports Medicine (Springer) - Munteanu et al. 2026