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Menstruationszyklus und Krafttraining: Die Phase beeinflusst die Kraftzuwächse nicht

Updated: 4. August 2026
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Sollte man sein Krafttraining an die Phasen des Menstruationszyklus anpassen, um schneller Kraft und Muskelmasse aufzubauen? Eine 2026 in Medicine & Science in Sports & Exercise veröffentlichte randomisiert-kontrollierte Studie von D'Souza und Kollegen liefert eine klare Antwort: Nein. Die Zyklusphase hatte keinen Einfluss auf die über mehrere Trainingszyklen beobachteten Kraft- und Hypertrophiezuwächse.

Ein ungewöhnliches Design: Bein gegen Bein

Vierundzwanzig gesunde, eumenorrhoische Frauen (regelmäßige Zyklen von 21 bis 35 Tagen, keine hormonelle Verhütung, seit mindestens sechs Monaten kein Beintraining) nahmen an der Studie teil. Im Within-Subject-Design wurden bei jeder Teilnehmerin unterschiedliche Bedingungen an jeweils einem Bein getestet:

Hauptergebnis: kein Vorteil durch die Zyklusphase

Alle drei Krafttrainingsbedingungen führten zu vergleichbaren Kraft- und Muskelzuwächsen, ohne signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Entscheidend für die Anpassungen war das kumulierte Trainingsvolumen — nicht der Zeitpunkt der Sätze innerhalb des Zyklus.

Bestätigung durch frühere Übersichtsarbeiten

Dieses Ergebnis deckt sich mit einer Umbrella-Review aus dem Jahr 2023 (Colenso-Semple, D'Souza, Elliott-Sale & Phillips, Frontiers in Sports and Active Living), die fünf systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen zu diesem Thema auswertete. Deren Schlussfolgerungen waren bereits zurückhaltend:

Was das für die Praxis bedeutet

Ein Krafttrainingsprogramm gezielt um die hormonellen Schwankungen des Zyklus herum zu planen, ist nach aktuellem Stand keine evidenzbasierte Strategie. Das heißt nicht, dass der Zyklus keinen Einfluss auf das Training hat: Müdigkeit, Beschwerden oder Motivation können von Frau zu Frau und von Zyklus zu Zyklus variieren, und es bleibt sinnvoll, die Intensität einer einzelnen Einheit entsprechend anzupassen. Für langfristigen Fortschritt gilt jedoch das gleiche Prinzip wie für alle: ausreichendes, progressiv gesteigertes Trainingsvolumen über die Zeit. Dieser Artikel bietet eine allgemeine wissenschaftliche Zusammenfassung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder eine individuelle Betreuung durch eine Fachperson.

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Quelle: Medicine & Science in Sports & Exercise