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Deload-Wochen im Krafttraining: Wie oft und wie stark reduzieren? Neue Forschungsergebnisse

Updated: 31. Juli 2026
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Wer monatelang hart trainiert, stößt irgendwann an eine Wand aus angestauter Ermüdung, stagnierenden Zahlen und hartnäckigen Gelenkbeschwerden. Die Standardlösung ist ein „Deload" — eine kurze, geplante Senkung der Trainingsbelastung. Aber wie oft sollte ein Deload tatsächlich stattfinden, und wie stark sollten Volumen und Intensität sinken? Eine kürzlich erschienene praxisorientierte Übersicht im NSCA-Strength & Conditioning Journal, „A Practical Approach to Deloading: Recommendations and Considerations for Strength and Physique Sports" von Bell und Kollegen, zusammen mit einer ergänzenden Querschnittsbefragung von Trainern in Sports Medicine – Open, liefert einige der bislang klarsten evidenzbasierten Antworten.

Was ein Deload eigentlich ist

Ein Deload ist definiert als eine Phase bewusst reduzierter Trainingsbelastung, erreicht durch eine Senkung der Anstrengungsintensität, des Trainingsvolumens, der Sitzungsdauer oder der Frequenz — mit dem Ziel, physiologische und psychologische Ermüdung zu verringern und gleichzeitig die Trainingsfortschritte zu erhalten. Es ist keine vollständige Ruhewoche — trainiert wird weiter, nur mit geringerer Belastung.

Wie oft: alle 4 bis 8 Wochen

Laut der Übersicht werden Deloads „häufig vorausgeplant und je nach Struktur des Trainingszyklus und den Erholungsbedürfnissen alle 4–8 Wochen in das Trainingsprogramm eingebaut". Eine separate Befragung von Kraft- und Physique-Trainern ergab, dass Deloads im Durchschnitt „alle 5,6 ± 2,3 Wochen" eingeplant wurden, mit einer typischen Dauer von „6,4 ± 1,7 Tagen" — also nahezu einer vollen Woche. Die Trainer berichteten außerdem, dass Deloads reaktiv über einen autoregulativen Ansatz angewendet werden können, wenn unerwartete Ermüdung oder Leistungseinbußen auftreten, statt sich starr an den Kalender zu halten.

Wie stark reduzieren: Volumen und Intensität

Die Forschung ist sich über das Ausmaß der nötigen Reduktion recht einig, um einen Erholungseffekt zu erzielen, ohne Trainingsanpassungen zu verlieren:

Warum die Spanne wichtig ist

Beide Quellen betonen, dass eine einzige feste Formel nicht für alle passt. Die Erholungsbedürfnisse variieren mit dem Trainingsalter, dem Lebensstress, der Schlafqualität und der Intensität der vorangegangenen Wochen. Ein Sportler, der aus einem wenig ermüdenden Block kommt, braucht vielleicht nur eine milde Volumenreduktion nahe der 30-%-Marke, während jemand, der eine hochintensive Peaking-Phase abschließt, von Kürzungen näher an 50 % oder mehr profitieren kann. Die Autoren betrachten Deloading als Werkzeug zur Steuerung von nicht-funktionalem Übertraining, Trainingsmonotonie und Verletzungsrisiko — nicht als Pflichtritual, das in jedem Zyklus identisch aussehen muss.

Praktische Konsequenz

Für die meisten Freizeit- und Fortgeschrittenen-Sportler deutet die Evidenz darauf hin, etwa alle 4 bis 8 Wochen einen Deload von rund 5 bis 7 Tagen einzuplanen, mit einem um etwa 30–50 % reduzierten Trainingsvolumen und einer um etwa 7,5–15 % gesenkten Lastintensität (oder einem auf 4 oder höher angehobenen RIR), während die Sitzungsfrequenz unverändert bleibt. Wie immer variiert die individuelle Reaktion, und wer eine Verletzung, eine Erkrankung oder ein ungewöhnliches Ermüdungsmuster bewältigt, sollte sich an einen qualifizierten Trainer oder eine medizinische Fachkraft wenden, statt einer generischen Vorlage zu folgen.

Nützliche Produkte

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Quelle: Bell, L. et al. „A Practical Approach to Deloading: Recommendations and Considerations for Strength and Physique Sports." NSCA Strength & Conditioning Journal, 2025; ergänzende Daten aus der Querschnittsbefragung von Kraft- und Physique-Trainern in Sports Medicine – Open.

Quelle: NSCA Strength & Conditioning Journal (Bell et al., 2025)