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HIIT vs. Zone-2-Training: Was die neuere VO2max-Forschung wirklich zeigt

Updated: 31. Juli 2026
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Seit Jahren streiten Ausdauertrainer und Sportphysiologen darüber, ob kurze, harte Belastungen (Hochintensives Intervalltraining, HIIT) oder lange, leichte Einheiten in „Zone 2" — etwa 60-70 % der maximalen Herzfrequenz, unterhalb der Laktatschwelle — mehr zur Steigerung der VO2max beitragen, dem Standardmarker der kardiorespiratorischen Fitness. Zwei aktuelle, unabhängige Übersichten liefern neue Daten zu dieser Debatte.

Was eine Umbrella-Review von 2024 fand

Veröffentlicht im Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports im Mai 2024, bündelte eine Umbrella-Review von Poon und Kollegen Daten aus 24 systematischen Übersichten mit 429 Primärstudien und fast 13.000 Teilnehmenden. Die Übersicht verglich HIIT sowohl mit sitzenden Kontrollgruppen als auch mit moderatem kontinuierlichem Training (MICT), dem im Labor engsten Äquivalent zur Zone-2-Arbeit. Wichtigste Ergebnisse:

Warum Zone 2 weiterhin seinen Platz hat

Eine separate narrative Übersicht, veröffentlicht in Sports Medicine im Juli 2025 von Storoschuk, Moran-MacDonald, Gibala und Gurd, untersuchte die populäre Behauptung, Zone-2-Training sei die optimale Intensität zum Aufbau mitochondrialer Kapazität und Fettoxidationsfähigkeit. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die aktuelle Evidenz Zone 2 für diese Anpassungen in der Allgemeinbevölkerung nicht als einzigartig optimal unterstützt — Arbeit mit höherer Intensität scheint vergleichbare oder größere mitochondriale und kardiometabolische Vorteile zu liefern, vor allem wenn die Gesamttrainingszeit begrenzt ist. Dieselben Autoren merken jedoch an, dass Elite-Ausdauersportler mit sehr hohen Wochenumfängen weiterhin stark auf große Mengen niedrigintensiver Arbeit angewiesen sind, um Ermüdung zu managen und das für langfristige Anpassung nötige Volumen zu tragen — ein Kontext, der sich stark vom Zeitplan eines typischen Freizeitsportlers unterscheidet.

Praktische Erkenntnisse

Wie immer sollte jeder mit zugrunde liegenden kardiovaskulären, metabolischen oder orthopädischen Erkrankungen ein neues Intervalltrainingsprogramm vor Beginn mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer qualifizierten Sportfachperson besprechen.

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Quelle: Poon et al., Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports (2024)