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Ashwagandha für Krafttraining und Erholung: Was die Studienlage wirklich zeigt

Updated: 29. Juli 2026
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Ashwagandha (Withania somnifera) zählt zu den am besten untersuchten adaptogenen Kräutern in der Sporternährung. Athleten setzen es ein, um trainingsbedingte Cortisol-Spitzen abzufedern, die Muskelregeneration zu beschleunigen und Kraftzuwächse zu unterstützen. Zwei solide Studienlinien — ein randomisierter Trial von 2015 im Journal of the International Society of Sports Nutrition (JISSN) und eine im Januar 2026 in Nutrients veröffentlichte randomisierte kontrollierte Studie an Mannschaftssportlern — zeichnen inzwischen ein klareres, aktuelleres Bild davon, was Ashwagandha tatsächlich leisten kann.

Was die Krafttrainingsforschung zeigt

Im JISSN-Trial nahmen 57 gesunde Männer mit wenig Krafttrainingserfahrung entweder zweimal täglich 300 mg standardisierten Ashwagandha-Wurzelextrakt (KSM-66, insgesamt 600 mg/Tag) oder ein Placebo ein, begleitet von einem strukturierten 8-wöchigen Krafttrainingsprogramm. Im Vergleich zur Placebogruppe zeigte die Ashwagandha-Gruppe:

Was die neueste Cortisol- und Erholungsforschung zeigt

Die 2026er Nutrients-Studie begleitete 56 männliche und weibliche Mannschaftssportler (Rugby, Wasserball, Fußball) während einer anspruchsvollen 42-tägigen Vorsaison-Trainingsphase mit 600 mg/Tag Ashwagandha-Wurzelextrakt oder Placebo. Statt das Cortisol grundlegend zu senken, blieb der Stresshormonspiegel in der Ashwagandha-Gruppe vergleichsweise stabil, während er in der Placebogruppe mit zunehmender Trainingsbelastung deutlich anstieg — Speichel-Cortisol bei Frauen, Cortison bei Männern. Die Ashwagandha-Gruppe berichtete zudem von besseren Erholungswerten, weniger verzögertem Muskelkater (DOMS) und geringerer wahrgenommener Ermüdung. Bei den Männern verbesserte sich zusätzlich die Leistung im Countermovement Jump (CMJ) signifikant — ein Marker für neuromuskuläre Kraftentfaltung.

Typische wirksame Dosis

In den aussagekräftigsten Studien liegt die Dosis mit messbaren Effekten auf Kraft, Erholung und Stresshormone bei 300–600 mg/Tag standardisiertem Wurzelextrakt (meist KSM-66 oder Sensoril, ein- oder zweimal täglich zu je 300 mg), typischerweise über mindestens 6–8 Wochen konsequenter Einnahme in Kombination mit strukturiertem Training.

Qualität der Evidenz und Einschränkungen

Sicherheitshinweise

In den untersuchten Dosierungen wird Ashwagandha im Allgemeinen gut vertragen, kann jedoch die Schilddrüsenhormonproduktion anregen und wird bei Hyperthyreose oder anderen Schilddrüsenerkrankungen nicht ohne ärztliche Begleitung empfohlen. In der Fallliteratur wurden vereinzelt leberbezogene Probleme beschrieben, weshalb Personen mit Lebererkrankungen, Schwangere, Stillende sowie Personen, die Sedativa, Schilddrüsenmedikamente oder Immunsuppressiva einnehmen, vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen sollten. Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte mit unabhängiger Laborprüfung vorzuziehen, und Ashwagandha sollte Schlaf, Ernährung und progressives Training ergänzen — nicht ersetzen.

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Quelle: Whitbread et al., Nutrients. "Ashwagandha Root Extract Stabilises Physiological Stress Responses in Male and Female Team Sports Athletes During Pre-Season Training". https://www.mdpi.com/2072-6643/18/2/230

Quelle: Nutrients (MDPI) - Whitbread et al. 2026