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Dehnen statisch oder dynamisch zur Verletzungsprävention: Was die neueste Evidenz wirklich zeigt

Updated: 31. Juli 2026
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Jahrzehntelang wurde „dehnen vor dem Training" wie ein Evangelium behandelt. Doch eine Delphi-Konsens-Erklärung von 2025 mit 20 internationalen Dehnungsforschern, veröffentlicht im Journal of Sport and Health Science, stellt einen Teil dieser Annahme infrage — und das sollte man vor dem nächsten Aufwärmen wissen.

Was die neue Konsens-Erklärung fand

Das Gremium nutzte einen strukturierten Delphi-Prozess, der mindestens 80 % Übereinstimmung unter den Experten zu acht großen Themen rund ums Dehnen erforderte. Zwei Ergebnisse stechen für alle hervor, die trainieren, um Verletzungen zu vermeiden:

Der zweite Punkt bedeutet nicht, dass Dehnen nutzlos ist — es bedeutet, dass es am besten als ein Teil eines breiteren Aufwärmens funktioniert, nicht als Ersatz dafür.

Statisch vs. dynamisch: Was ist der tatsächliche Unterschied

Laut Mayo Clinic Press hat statisches Dehnen allein keine starke Evidenz zur Reduktion des Verletzungsrisikos gezeigt, während dynamisches Dehnen besser geeignet ist, Muskeln, Bindegewebe und Nervensystem auf explosive oder schnelle Aktivität vorzubereiten, etwa eine Sprinteinheit oder ein HIIT-Training.

Warum das Timing zählt

Die Leitlinien der National Strength and Conditioning Association (NSCA) und die sportwissenschaftliche Literatur konvergieren zu einer praktischen Regel: Statisches Dehnen unmittelbar vor kraft- oder geschwindigkeitsbasierter Aktivität kann Kraft und Leistungsabgabe für ein kurzes Fenster danach akut reduzieren. Das ist ein Grund, warum viele Trainer statisches Dehnen jetzt für nach dem Training oder für separate Flexibilitätseinheiten aufsparen und Aufwärmphasen stattdessen mit dynamischer Bewegung beginnen.

Eine praktische Struktur, die viele Krafttrainer verwenden:

Die praktische Kernbotschaft

Erwarten Sie nicht, dass Dehnen — egal welcher Art — Verletzungen im Alleingang verhindert. Die aktuelle Evidenz unterstützt die Kombination eines dynamischen Aufwärmens vor der Aktivität mit breiteren neuromuskulären und kraftbasierten Aufwärmroutinen (progressive Bewegungsvorbereitung, leichte Aktivierungsübungen, sportartspezifische Übungen) und reserviert statisches Dehnen für nach dem Training oder eigenständige Flexibilitätseinheiten. Dies sind allgemeine Informationen auf Basis aktueller sportwissenschaftlicher Forschung; bei einer spezifischen Verletzungsvorgeschichte oder Erkrankung sollten Sie vor einer Routineänderung eine Physiotherapeutin/einen Physiotherapeuten, einen Athletiktrainer oder eine Ärztin/einen Arzt konsultieren.

Nützliche Produkte

  • Widerstandsbänder-Set — nützlich, um dynamischen Aufwärmübungen wie Seitwärtsgehen und Beinschwüngen leichte Aktivierung hinzuzufügen.
  • Faszienrolle — wird häufig vor oder nach statischen Dehneinheiten verwendet, um Muskelverspannungen zu lösen.
  • Rutschfeste Yogamatte — eine stabile Unterlage für statische Dehnroutinen und Mobilitätsarbeit.
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Quelle: Journal of Sport and Health Science (Delphi consensus statement, 2025)