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Kollagenpeptide und Vitamin C für Sehnen: Was die systematische Übersichtsarbeit 2026 zeigt

Updated: 4. August 2026
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Sehnenverletzungen und Tendinopathien sind eine häufige Ursache für sportliche Ausfallzeiten, und die Kombination aus Kollagenpeptid-Supplementierung und Vitamin C gewinnt als ernährungsbasierte Ergänzung zum Training zur Stärkung der Sehnen zunehmend an Interesse. Eine am 23. März 2026 im Journal of Functional Morphology and Kinesiology veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit wertete acht randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 257 Teilnehmenden aus, die alle die Kollagen-Supplementierung mit einem 3- bis 15-wöchigen Kraft- oder plyometrischen Trainingsprogramm kombinierten, um zu klären, was die Datenlage zu Sehnenstruktur und Leistung tatsächlich zeigt.

Was die Übersichtsarbeit zeigt

Dosierung und Timing in der Praxis

In den erfolgreichsten Studien lag die Tagesdosis zwischen 15 und 30 g hydrolysierten Kollagenpeptiden, kombiniert mit mindestens 50 mg Vitamin C, eingenommen etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Training — die Zeitspanne, die nötig ist, damit die aus Kollagen stammenden Aminosäuren ihren Spitzenwert im Blut erreichen. Das Training selbst musste ausreichend intensiv sein (mindestens 70 % des 1RM beim Krafttraining oder strukturiertes plyometrisches Training), um den mechanischen Reiz zu liefern, der für den Sehnenumbau nötig ist; Kollagen allein, ohne passende Trainingsbelastung, zeigte in den verfügbaren Daten keinen vergleichbaren Effekt.

Warum Vitamin C wichtig ist

Vitamin C dient als essenzieller Kofaktor für zwei Enzyme (Prolyl- und Lysylhydroxylase), die an der Synthese und Stabilisierung von Typ-I-Kollagen beteiligt sind, dem Hauptbestandteil der Sehne. Ein Vitamin-C-Mangel verringert die Prokollagen-Synthese und die Hydroxylierung von Prolin und Lysin, was die Sehnenreparatur potenziell beeinträchtigt. Deshalb kombinieren Forschungsprotokolle Kollagen konsequent mit Vitamin C, statt Kollagen allein einzusetzen.

Was noch unklar bleibt

Die Gesamtqualität der Evidenz bleibt moderat: Die Anzahl der Studien ist noch begrenzt, Dosen und Studiendauer variieren zwischen den Untersuchungen, und der Effekt auf die konkrete sportliche Leistung (Kraft, Sprung, Geschwindigkeit) bleibt trotz beobachteter struktureller Veränderungen an der Sehne unsicher. Diese Ergebnisse betreffen ausschließlich Protokolle, die Supplementierung UND strukturiertes Training kombinieren — sie gelten nicht für die alleinige Einnahme von Kollagen ohne passende Trainingsbelastung. Personen mit aktiver Tendinopathie, einer kürzlich erlittenen Verletzung oder Nierenerkrankung sollten vor einem solchen Protokoll eine Fachperson oder Sporternährungsberatung konsultieren. Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.

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Quelle: Journal of Functional Morphology and Kinesiology (MDPI)