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Was ist die „Gicht-Diät" eigentlich?

Updated: 22. Juli 2026
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Gicht ist eine schmerzhafte Form der Arthritis, von der weltweit mehr als 55 Millionen Menschen betroffen sind. Viele Menschen glauben immer noch, dass die Behandlung von Gicht eine strenge, restriktive Diät mit endlosen Verboten erfordert. Die moderne medizinische Auffassung hat sich jedoch deutlich gewandelt: Die beste Ernährung bei Gicht ähnelt stark der besten Ernährung für die Herzgesundheit.

Wie Gicht entsteht

Gicht entsteht, wenn sich Harnsäure übermäßig im Körper ansammelt. Wenn der Harnsäurespiegel zu hoch wird, kristallisiert diese Substanz zu winzigen, nadelartigen Kristallen, die sich in den Gelenken ablagern. Diese Kristalle lösen eine Immunreaktion aus, die zu einer Entzündung mit Schwellung, Überwärmung und starken Schmerzen führt.

Harnsäure ist ein Abfallprodukt, das beim Abbau von Purinen im Körper entsteht. Purine sind in vielen Lebensmitteln enthalten, kommen aber auch natürlicherweise in den Körperzellen selbst vor. Das bedeutet, dass der Körper unabhängig von der Ernährung immer eine gewisse Menge Harnsäure produziert — Ernährungsumstellungen allein können sie nicht vollständig beseitigen.

Die moderne Sichtweise zur Ernährung bei Gicht

Früher wurde Menschen mit Gicht in der Regel eine strenge „purinarme" Diät empfohlen, die schwer einzuhalten und oft unpraktisch war. Heute legen Experten diesen starren Ansatz nicht mehr nahe. Laut Dr. Robert Shmerling von Harvard Health Publishing ist die beste Ernährung für das Herz auch die beste Ernährung zur Behandlung von Gicht.

Zwei Ernährungsweisen werden besonders empfohlen: die Mittelmeer-Diät und die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension). Beide betonen vollwertige, frische Lebensmittel und schränken auf natürliche Weise die Nahrungsmittel ein, die den Harnsäurespiegel erhöhen.

Empfohlene Lebensmittel

Lebensmittel, die eingeschränkt oder vermieden werden sollten

Zusätzliche unterstützende Maßnahmen

Neben der Ernährungsumstellung sollten Menschen mit Gicht über den Tag verteilt viel Wasser trinken und bei Übergewicht oder Fettleibigkeit abnehmen. Diese Gewohnheiten helfen dem Körper, Harnsäure effizienter auszuscheiden und die gesamte entzündliche Belastung der Gelenke zu reduzieren.

Ein wichtiger Hinweis

Eine alleinige Ernährungsumstellung kann bei den meisten Menschen mit Gicht die Medikamente nicht ersetzen. Gicht wird am besten durch eine Kombination aus verschreibungspflichtigen Medikamenten (wie harnsäuresenkender Therapie) und Lebensstiländerungen behandelt. Eine gesunde Ernährung ist eine wertvolle unterstützende Komponente — aber keine eigenständige Lösung.

Wenn Sie Symptome wie plötzliche, starke Gelenkschmerzen, Schwellungen oder Rötungen bemerken — insbesondere am großen Zeh — suchen Sie einen Arzt auf, um eine genaue Diagnose und einen geeigneten Behandlungsplan zu erhalten. Dieser Artikel ist eine allgemeine Zusammenfassung wissenschaftlicher Informationen und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.

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Quelle: Harvard Health Publishing

Fitness- & Ernährungsassistent — Wellness Digest